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 Umwelt / Horst




Obstarten
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Mandel
Steinobst

Das Foto zeigt einen Essmandelbaum in voller Blüte. Die Früchte werden groß und sind genießbar. Um die Belichtung im Baum zu verbessern, kann man die Wasserschosse (Steiltriebe) weg schneiden. Ansonsten wird an den anderen Trieben nichts geschnitten.


Mandelbäume reagieren empfindlich auf zu kalkreiche Böden. Sie bekommen im Juni gelbe Blätter, ein Zeichen von Eisenmangel (Chlorose). Das Eisen im Boden wird durch den im Übermaß vorhandenen Kalk festgelegt und kann durch die Wurzeln nicht genügend aufgenommen werden. Mit einem eisenhaltigen Dünger (Fetrilon Combi), der im Juni ausgebracht werden sollte, kann man diesen Mangel beheben. .

Profi-Infos für Hobbygärtner

Beste Sorten: Als Blühmandel mit schönen rosa Blüten hat sich die Davidsmandel durchgesetzt. Sie zeigt eine sehr frühe Blüte. Eine weitere schöne Blühmandel ist die Perle der Weinstraße. Als Fruchtmandel kommt die Süßmandel, die Sorte Geisenheim 4 und die Sorte Texas in Frage.
Beste Unterlagen: Sämling
Beste Pflanzzeit: März oder bei Containerbäumen ganzjährig.
Beste Kronenformen: Pyramidenkrone oder Hohlkrone
Problemkrankheiten: Zweigdürre (Monilia)
Problemschädlinge: Seltener: Blattläuse
Düngung: Wenig Stickstoffdünger, alle 4-5 Jahre Volldünger
Befruchtungsverhältnisse: Mandeln sind selbstfruchtbar (selbstfertil).



Schädlinge und Krankheiten bei Kernobst (Apfel)
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Von links:
Mehltau, Krebs, Besenholz-Virus und Blattlausverkrümmung, sowie Blutlaus. Diese Krankheiten und Schädlinge können schon mit dem Winterschnitt beseitigt werden.

Gefährliche Krankheiten bei Kern- und Steinobst



Von links: Scharka, Besenholz-Virus und Feuerbrand. Bei starkem Befall müssen die Bäume gerodet werden. Feuerbrandbefall ist meldepflichtig. Bei schwächerem Befall sollte man die Befallsstellen bis 20 cm ins gesunde Holz heraus schneiden.


Obstarten
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Stachelbeere
Beerenobst

Beim Beerenobst unterscheidet man Haupt- und Seitentriebe. Die Zahl der Haupttriebe wird bei dieser Obstart beim Pflegeschnitt auf 4-5 begrenzt. Ältere (daumendicke) oder schwache Triebe werden direkt über dem Boden abgeschnitten. Die Seitentriebe schneidet man nicht zurück. Sind diese bei Stachelbeeren an der Spitze mit Mehltau befallen (weiße oder braune Färbung), müssen sie weg geschnitten werden. Den Schnittabfall sollte man abtransportieren und entsorgen, weil sonst die Sporen der abgeschnittenen Triebe das gesunde Holz weiterhin infizieren. .

Profi-Infos für Hobbygärtner

Beste Sorten: Altbewährte Sorten sind: Grüne Kugel, Rote Triumph, Hennings Gelbe und Achilles (Mehltau). Neuere mehltau-feste Sorten sind Invicta (grün) und Rokula (rot). Sträucher sind langlebiger, da bei Stämmchen oft die Veredlungen nach Überbelastung durch hohe Erträge oder bei Sturm ausbrechen.
Beste Pflanzzeit: November - März oder ganzjährig bei Containersträuchern.
Problemkrankheiten: Stachelbeer-Mehltau. Diese Krankheit lässt sich nur durch den Rückschnitt der befallenen Triebspitzen (weiße oder braune Färbung) bekämpfen. Bei der Ausbringung von chemischen Bekämpfungsmitteln sind mehrere Spritzungen ab Juni erforderlich.
Problemschädlinge: Blattläuse
Düngung: Gelegentliche Düngung mit einem Volldünger (20gr je m2).

Links im Bild ein Trieb mit gesunden Knospen. Rechts ein Trieb mit Mehltau. Diese Triebe werden schon beim Winterschnitt zurück geschnitten.



Im Foto wird einer der 4-5 Haupttriebe mit den Seitentrieben gezeigt. Von der Doppelspitze wird der schwächere Konkurrenztrieb (Afterleittrieb) weg geschnitten. Die Seitentriebe, auch wenn sie steiler stehen, werden nicht weg geschnitten, sondern nur ausgelichtet.


Obstarten
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Himbeere
Beerenobst

Beim Himbeerschnitt gibt es 2 Schnittvarianten:

1.
Normale Himbeersorten werden gleich nach der Ernte oder in den Wintermonaten geschnitten. Pro laufenden Meter Himbeerhecke lässt man nur 10 Jungruten (Triebe) stehen. Alle abgetragenen Ruten oder schwächere Triebe werden direkt über dem Boden abgeschnitten. Die Höhe kann man auf 1,80 m einkürzen.

2.
Immer tragende (Herbst-) Himbeeren werden im Winter wenige cm über dem Boden abgeschnitten.

Alle Himbeersorten benötigen ein Gerüst aus 2 Drähten (0,7 m und 1,5 m). Die Ruten (Triebe) werden an den Drähten angeheftet und nicht, wie noch oft üblich, am oberen Draht krumm gebogen. Bei oben krumm gebogenen Himbeerruten entstehen Wasserschosse und die darunter liegenden Früchte werden stark beschattet.

Profi-Infos für Hobbygärtner

Beste Sorten: Schönemann, Malling Promise, Zeva 2 (Herbsthimbeere). Neuere Sorten sind: Meeker, Tulameen, Himbo Queen, Autumn Bliss (Herbsthimbeere), Blissy (Herbst)
Beste Pflanzzeit: November bis März oder ganzjährig bei Containersträuchern.
Problemkrankheiten: Rutenkrankheit (violette Flecken an den Ruten), Virosen (gelbliche Fleckung der Blätter).
Problemschädlinge: Himbeerkäfer (Würmer in der Frucht).
Düngung: Himbeeren sind Stickstofffresser. Sie verlangen jedes Jahr eine Stickstoffdüngung. Entweder in Form von Kalkstickstoff im Februar oder Kalkammonsalpeter im März. Auch Mist oder Hornmehl haben eine gute Düngewirkung. Zusätzlich sollte eine 10 cm dicke Schicht aus feinerem Rindenmulch aufgebracht werden, damit der Boden darunter länger feucht bleibt. Himbeeren wollen einen schattigen Fuß. Die jungen Triebe durchbrechen mühelos die Rindenmulchschicht und entwickeln sich bis zum Sommer zu den neuen Trieben, die im nächsten Jahr die Fruchtruten sind.



Himbeeren tragen am einjährigen Holz (Trieb). Nach der Ernte werden die abgetragenen Ruten gelb und sterben ab. Sie können gleich nach der Ernte bei normalen Sorten direkt am Boden abgeschnitten werden. Links Jungtrieb mit frisch braunem Holz und grünen Knospen. Rechts abgetragener Trieb mit aschgrauen Holz und toten Knospen.


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Tayberry
Beerenobst




Die Jungtriebe formiert man, ähnlich wie bei Brombeeren. 3-5 dieser Triebe werden leicht schräg an die Drähte oder auch an einen Maschendraht gebunden, damit später die vielen Früchte den Strauch nicht zusammen brechen lassen. Oben: abgetragener Trieb, unten: Jungtrieb.

Blätter, Triebe und Früchte sind kaum empfindlich gegen Krankheiten und Schädlinge. Die robuste Pflanze ist auch gegen normale Fröste gefeit. Die Sträucher lieben Sonne und bilden dann gut schmeckende Früchte aus, die länger haltbar sind als Hirn- und Brombeeren. Die Früchte sind sehr gut zum Frosten geeignet. Die Beeren reifen nacheinander und sind 6-8 Wochen lang genußreif.

Die beste Pflanzzeit ist November bis März. Bei Containersträuchern ganzjährig. Die Sträucher sind sehr robust und kommen auch mit leichteren Böden gut zurecht. Sie wachsen auch in trockenen Jahren gut und bilden meterlange Triebe. Ab 3. bis 4. Standjahr sollte man nach großen Ernten die Sträucher mit einer Volldüngergabe von 30gr je m2 wieder zu einer ausreichenden Neutriebbildung veranlassen.

Auch Tayberries sind für eine Humusschicht aus Rindenmulch dankbar.




Diese Kreuzung aus Himbeere und Brombeere ist bei Hobbygärtnern inzwischen sehr beliebt. Die Früchte sind leuchtend rot, groß, länglich und lassen sich monatelang ernten. Sie sind, was die Festigkeit des Fruchtfleisches betrifft, vergleichbar mit der Brombeere und lassen sich sehr gut frosten.


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Josta
Beerenobst

Josta ist eine Kreuzung zwischen Stachelbeere und Schwarzer Johannisbeere. Der Strauch ist stachellos und wächst stark. Beim jährlichen Schnitt lässt man bis zu 10 Haupttriebe und schneidet die älteren (daumenstarken) alle paar Jahre direkt am Boden ab. Die Seitentriebe bleiben ungeschnitten. Die Strauchhöhe kann man auf 1,80 m begrenzen, in dem man die Haupttriebe auf einen Seitentrieb ableitet. Jostasträucher sind stark wachsend, sehr robust und bekommen keinen Mehltau und kaum Blattläuse. Die beste Pflanzzeit ist November bis März oder bei Containersträuchern ganzjährig. Die Düngung kann man vernachlässigen.


Die Beeren des Jostastrauches sind groß, aromatisch und sehrVitamin-C-reich. Sie lassen sich sehr gut einfrosten oder zu Marmelade bzw. Gelees verarbeiten. Jostasträucher bringen regelmäßige und hohe Erträge. Die Kreuzung zwischen Stachelbeere und Schwarze Johannisbeere ist wie alle anderen Beerenobstarten selbstfruchtbar.



Obstarten
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Schwarze Johannisbeere
Beerenobst

... wird noch ergänzt!

































Als nächstes will Herr Zech,
(rechts im Bild)
die Indianerbanane züchten

Detailbeschreibung:
Die Indianer Nordamerikas schätzten die etwa 300 g schweren und 10 cm langen Früchte sehr und verbreiteten die heimische Art auf dem gesamten Kontinent. Das Fruchtfleisch der PawPaw ist gelb, sehr nahrhaft und hat einen erfrischend exotischen Geschmack. Die sehr langsam heranwachsenden Bäume erreichen kaum mehr als 3 m Höhe und bilden schöne konische Kronen. Die kastanienbraunen bis purpurfarbenen Blüten (sehr dekorativ) erscheinen zumeist vor dem neuen Austrieb im April.
[mehr]




Okulieren (Augenveredlung)
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Der Kleingartenverein Horstring beabsichtigt entlang des 250m langen Weges zwischen Horstring und Gartenanlage eine Streuobstanlage einzurichten.

Im April wurden Sämlinge gepflanzt und auf 40 cm eingekürzt.

14 Tage vor der Veredelung wurden die Unterlagen leicht gedüngt und gut gewässert.

Von Ende Juli bis 25 August war die Möglichkeit einjährige zu Edelreiser schneiden.

Umweltschützer Markus Pfeifer aus Appenhofen bei Landau stellte nachfolgende alte Sorten zur Verfügung:

Kaiser Wilhelm
Prince Albrecht von Preussen
Winterrambur
Goldrenette
Goldparmäne
Boskoop
Adersleber Calvill
Lavantaler Bananenapfel
Harberts Reinette
Zabergäureinette
Schöner von Nordhaus
Kanadarenette
Jakob Lebel

Am Tag nach dem Schnitt und Wässern der Reiser wurde die Veredelung ausgeführt.



Gartenbauingenieur Joachim Zech zeigte den Teilnehmern wie die Veredelung vorgenommen wird.


Hier die stichwortartige Auflistung:
Blatt und Ohren an Knospe entfernen
1cm unterhalb Knospe einschneiden und Auge abhebeln.
"Pomes-frites-Stäbchen" herausbrechen,
An der Sämlingsunterlage T-Schnitt ca. 10 cm über Boden anbringen,
Auge einsetzen und überschüssiges Material am T-Schnitt abschneiden,
mit Gummi unten beginnend einwickeln,
oberhalb Auge beenden und Gummiband 1 x einschlaufen und in Wickelrichtung festziehen.


Quelle und weitere Info siehe
http://www.mittlereelbe-foerderverein.de


Im nächsten Frühjahr nach Austrieb der Augen ca. 10 cm darüber abschneiden und den Austrieb am Stamm anbinden.


Vorsitzender Rüdiger Frank, Willi Pfeifer und Ulrich Huber
verfolgten mit Interesse die Vorführung

... wird noch ergänzt!

© 2004 Jochen Wambsganß
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